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Die Analytik

Der Nachweis von Betäubungsmitteln gehört in unserem Labor zum täglichen Standard. Mit vollautomatischen Analysensystemen sind wir in der Lage täglich alle aufkommenden Urinproben auf Drogenstoffe zu untersuchen. Mittels Barcode wird jede Probe identifiziert und anschließend mit immunologischen Verfahren analysiert. Die Ergebnisse werden abgesichert online an die Datenverarbeitung übermittelt und nach fachärztlicher Freigabe als Befund weiter geleitet.

Sollten in diesem Screeningtest Drogen oder Drogenmetaboliten (Abbauprodukte der Drogen) nachgewiesen werden, sind weitere bestätigende Analysen zur Absicherung notwendig.

Mitarbeiter/innen unserer toxikologischen Abteilung analysieren die Proben nach jeweils spezifischen Probenvorbereitungen mit chromatographischen Methoden.

Mit der Gaschromatographie-Massen-spektrometrie (GC-MS) ist man in der Lage die nachzuweisende Substanz an ihrem einzigartigen Massenspektrum zu identifizieren. Als weitere Systeme stehen auch die Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) und die Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (LC-MSMS) zur Verfügung.

Sowohl die immunologischen Screeningverfahren als auch die chromatographischen Bestätigungsverfahren sind validierte Methoden. Für die interne Qualitätssicherung werden die Systeme mit zertifizierten Kontrollmaterialien überprüft. Zur externen Qualitätssicherung nimmt unser Labor an Ringversuchen teil. Entsprechende Ringversuchszertifikate dokumentieren unsere fachliche Kompetenz für die Durchführung der Analysen.

Für einen gerichtlich verwertbaren Drogenscreening-Laborbefund ist es notwendig, dass die Urinprobe unter sicheren Bedingungen gewonnen worden ist um Manipulationen auszuschließen. Wir haben in unserem Haus speziell für diesen Vorgang Räumlichkeiten eingerichtet. Um die unangenehme Situation der Sichtkontrolle etwas zu erleichtern sind Kameras installiert.

Direkt nach der Urinabgabe wird die Probe auf Temperatur und andere Parameter geprüft um Manipulationen aufzudecken. In Anwesenheit des Probanden wird anschießend die Probe in A-, B- und C-Probe aufgeteilt und beschriftet. Aus der A-Probe werden die immunologischen Verfahren durchgeführt. Die B-Probe steht der Bestätigungsanalytik zur Verfügung. Die C-Probe wird für 12 Monate tiefgefroren zurückgestellt, um etwaige absichernde Verfahren durchführen zu können.